München – [–>Das war Uli Hoeneß (74) ein dringendes Anliegen! Am Samstagmittag wurde der Ehrenpräsident des FC Bayern zu einem Münchner Krankenhaus gebracht, um Vincent Kompany (40) zu besuchen. Der Klub-Patron trug eine Tüte des Feinkost-Unternehmens „Käfer“, das in München mehrere Restaurants und Läden betreibt. Kompany bekam von Hoeneß höchstpersönlich Essen ans Krankenbett gebracht. Die Bayern-Familie hält zusammen.
Auch Max Eberl besuchte Kompany
Kompany wurde am späten Freitagnachmittag von einem Rettungswagen in die Klinik gebracht, nachdem er zuvor auf dem Trainingsgelände der Bayern zusammengebrochen war. Angesprochen auf die Mannschaft und ihren Umgang mit der Situation sagte Sportvorstand Max Eberl (53): „Das ist Bayern München. Es ist nicht nur Wortklauberei, von Familie zu sprechen, wir sind es tatsächlich. Das stärkt uns, als Familie zusammenzustehen und da durchzugehen.“ Die Bosse leben das vor.
Hoeneß wollte persönlich nach seinem Coach schauen. Zuvor hatte bereits Eberl den Trainer im Krankenhaus besucht. Der Sportvorstand hatte Samstagvormittag die Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel am Sonntag in Freiburg (17.30 Uhr/DAZN und im Live-Ticker auf bild.de) verlassen, wo er gemeinsam mit Co-Trainer Aaron Danks (43) hauptsächlich über Kompanys Zusammenbruch und seinen Gesundheitszustand gesprochen hatte. Danach brach Eberl sofort vom Vereinsgelände an der Säbener Straße in Richtung Krankenhaus auf.
Bayern-Sportchef Max Eberl (53) beim Verlassen des Krankenhauses nach dem Besuch bei Kompany
Wie der Sportchef auf der Pressekonferenz selbst erklärte, ist der Zustand von Kompany stabil. Nach seinem Zusammenbruch am Bayern-Gelände zu Beginn des U23-Trainings, bei dem Kompany direkt nach Ende des Profi-Trainings zusehen wollte, kam sogar ein Rettungshubschrauber mit dem Notarzt an die Säbener Straße. Letztlich brachte jedoch ein Rettungswagen den Trainer ins Krankenhaus.
Dort wird Kompany laut Eberl noch mehrere Tage bleiben – auch, weil die Ursache für den Zusammenbruch noch geklärt werden muss. Ob der Vorfall mit der starken Virus-Infektion zusammenhängt, die Kompany schon seit Anfang der vergangenen Woche zu schaffen macht, wollte Eberl nicht kommentieren.
Sicher ist derzeit nur, dass der Bayern-Trainer längerfristig ausfallen wird. Eberl auf BILD-Nachfrage: „Er wird alle Zeit bekommen. Wir fangen nicht an, irgendwelche Zeitkorridore aufzubauen. Wir werden nicht von Tagen reden, wir werden von Wochen reden, das muss uns allen klar sein.“
Bis zur Rückkehr des Chefcoachs wird sein Trainerstab unter der Leitung von Assistent Danks die Mannschaft bei Trainings und Spielen betreuen. Der Engländer hatte Anfang dieser Woche bereits zwei Tage das Training und eine Pressekonferenz übernommen, weil Kompany seinen Virus zu Hause auskurieren sollte.
Co-Trainer Aaron Danks (43) wird bis auf Weiteres als Cheftrainer des FC Bayern fungieren
Am Mittwoch beim 2:2 gegen Arsenal stand der Belgier dann allerdings schon wieder an der Seitenlinie. Kompany hatte nach dem Sieg zugegeben: „Ich habe einen ziemlich saftigen Virus bekommen letzte Woche, habe dann natürlich nicht auf meinen Körper gehört und dann hat der Körper irgendwann gesagt: Jetzt hör mal auf!“ Trotzdem machte der Double-Coach weiter.