19:36 Uhr
Von frühmorgens bis Mitternacht: Bahnübergang in Bayern muss per Hand mit Flatterband gesperrt werden
Von fünf Uhr früh bis Mitternacht harren zwei Männer an einem Bahnübergang im bayrischen Igensdorf aus. Die Ampel ist kaputt, die Schranke auch. Doch Ersatzteile sind nicht lieferbar. Und so müssen die Arbeiter den Übergang händisch sperren – mit Flatterband. Die Bahn verspricht eine Lösung mit Hochdruck.
18:51 Uhr
Krebskranke Patrice Aminati: “Glaube der Diagnose, aber nicht der Prognose”
Patrice Aminati lebt seit 2023 mit Hautkrebs, seit 2025 gilt die Krankheit als unheilbar. Das ZDF widmet der Influencerin eine eigene Folge seines Psychologie-Formats “Terra Xplore: Im Kopf von …”. Darin spricht die 31-jährige mit Psychologe Leon Windscheid über ihr Leben mit.
In der Folge erzählt Aminati, wie sie durch die Konfrontation mit dem Tod zum Glauben gefunden habe. Seither genieße sie kleine Dinge wie ein gutes Essen mit Familie und Freunden viel intensiver als früher. Eine klassische Bucketlist habe sie nicht, dafür aber mehr als 1.000 Dinge, die sie noch erleben wolle. Ihr größter Wunsch sind mindestens 14 weitere Jahre mit ihrer Tochter, um deren 18. Geburtstag mitzuerleben.
Ein Arzt habe ihr einmal prophezeit, sie werde Weihnachten 2025 nicht mehr erleben. Aminati hält dem einen eigenen Leitsatz entgegen: “Glaube der Diagnose, aber nicht der Prognose.” Sie wolle diejenige sein, die länger mit dem Krebs lebt, als Ärzte es vorhersagen. Die Episode ist ab Montag um 10 Uhr im ZDF-Streaming-Portal abrufbar.
18:02 Uhr
TV-Reporter rettet Fahrer aus sinkendem Auto
ABC-Reporter Will Murray will über das Hochwasser im australischen Morayfield berichten, als ein Pick-up-Truck hinter ihm in den Fluten versinkt. Er und ein Passant springen selbst in das Wasser, um den Fahrer zu retten. Wenig später versinkt das Auto in den Wassermassen.
17:37 Uhr
Kleinflugzeug bleibt in Baumkronen hängen
Glimpflicher Unfall in Bielefeld: Ein Kleinflugzeug ist am Rande des Flugplatzes der Stadt in Baumkronen hängengeblieben. Die beiden Insassen seien gerettet worden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Sie würden vom Rettungsdienst untersucht. Nach erstem Augenschein sind die beiden unverletzt geblieben.
Das Kleinflugzeug sei hinter der Start-und-Lande-Bahn am Mittag in die Bäume geraten. Die verunglückte Maschine sei zunächst in dieser Lage gesichert worden, um die Insassen retten zu können, erläuterte der Sprecher. Im Einsatz sei ein Höhenretterteam der Feuerwehr Gütersloh.
17:00 Uhr
Schlagzeilen zum Feierabend
16:51 Uhr
Hegseth-Mitarbeiter beschädigen historischen Eisenhower-Globus beim Transport
Ein Globus von Dwight D. Eisenhower aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges ist laut einem Bericht durch Mitarbeiter von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth beschädigt worden. Wie die “Washington Post” exklusiv berichtete, wollte Hegseth den Globus des 34. Präsidenten der Vereinigten Staaten innerhalb des Pentagons umpositionieren.
Normalerweise ist das Umstellen historischer Objekte innerhalb des Gebäudes ein sorgfältig geplanter Prozess unter der Aufsicht von geschulten Kuratoren. Hegseths Mitarbeiter hingegen hätten ein eigenes Team losgeschickt, um den Globus umzustellen. Laut Zeugenaussagen verloren sie die Kontrolle über das Artefakt und ließen es fallen.
Der Globus stürzte laut Bericht auf seinen Sockel und beschädigte die fragile Landkarten-Hülle in der Nähe der Antarktis schwer. Der entstandene Riss sei mehrere Zentimeter breit. “Unfälle passieren”, teilte ein Pentagon-Beamter der “Washington Post” mit. Man sei dankbar, dass niemand verletzt wurde. Der Globus soll nun repariert werden.
16:03 Uhr
Monica Lewinsky plant offenbar Buch über Clinton-Affäre
Mehr als 28 Jahre nach dem Sexskandal um den damaligen US-Präsidenten Bill Clinton könnte Monica Lewinsky ihre Geschichte noch einmal neu aufrollen. Die ehemalige Praktikantin im Weißen Haus soll an einem bislang geheim gehaltenen Buchprojekt arbeiten. Wie die US-Klatschseite “Page Six” unter Berufung auf Insider aus der Verlagsbranche berichtet, werde das Werk derzeit potenziellen Verlagen angeboten.
Es wäre nicht das erste Buch über die wohl berühmteste Praktikantin der Welt, aber möglicherweise das erste, das sie selbst verfasst. Bereits 1999 erschien “Monica’s Story”, eine autorisierte Biografie des britischen Autors Andrew Morton, der zuvor mit seinem Buch über Prinzessin Diana bekannt geworden war. Lewinsky hatte damals ausführlich mit ihm zusammengearbeitet.
15:38 Uhr
Polizei nimmt Entführer nach filmreifer Aktion hoch
In Brasilien meldet ein Zeuge eine mögliche Entführung, die Militärpolizei nimmt die Verfolgung auf. Mithilfe von Überwachungskameras und einem Radar spüren die Beamten das Fluchtfahrzeug auf. Stunden später stoppen sie den Wagen und entdecken einen gefesselten Mann im Kofferraum.
15:10 Uhr
Schätzer: Steuereinnahmen liegen nächstes Jahr 10,9 Milliarden Euro über Erwartungen
Die Hoffnungen waren groß, vor allem in der Union. Mehr Steuereinnahmen sollten Entlastungen bei der Stromsteuer finanzieren. Doch das wird nach den neusten Zahlen schwierig.
15:08 Uhr
Bericht: Bürgergeld-Reform spart bisher kein Geld
Im Bundestagswahlkampf hatte die Union versprochen, mit einer Reform des Bürgergelds Milliarden zu sparen. Doch offenbar entlastet die seit Juli geltende neue Grundsicherung den Bundeshaushalt bisher nicht.
Wie die “Süddeutsche Zeitung” unter Berufung auf eine Auswertung aus den Monatsberichten des Bundesfinanzministeriums berichtete, lagen die Kosten für die Grundsicherung inklusive Mieten in den Monaten von Juli bis September auf dem Niveau der Vorjahresmonate.
Demnach beliefen sich die Ausgaben zuletzt auf monatlich 3,3 bis 3,5 Milliarden Euro. In den Vorjahresmonaten waren es 3,4 bis 3,5 Milliarden Euro pro Monat gewesen.
14:35 Uhr
Autofahrer flüchtet vor der Polizei und brettert in See
Ein Mann in einem nicht zugelassenen Auto hat im niedersächsischen Munster die Einsatzkräfte ordentlich auf Trab gehalten. Nach Angaben der Polizei ignorierte der Fahrer die Anhalte-Signale einer aufmerksamen Streife und fuhr mit hohem Tempo davon. Am Westende eines Sees der Kleinstadt verlor er dann die Kontrolle über seinen Wagen und landete in dem Gewässer.
Dem Fahrer gelang es, das Fahrzeug zu verlassen und zu Fuß davonzulaufen. Trotz des Einsatzes von DLRG-Tauchern und Drohnen fehlt von dem Mann weiterhin jede Spur. Die Feuerwehr zog das Auto später aus dem See.
14:10 Uhr
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
Kollegin Nilofar Breuer verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Mein Name ist Janis Peitsch und bis zum Abend versorge ich Sie im “Tag” mit spannenden und unterhaltsamen Nachrichten aus aller Welt.
Bei Fragen, Anregungen oder Kritik – gerne eine Mail an dertag[at]ntv.de.
Los geht’s!
13:58 Uhr
Berliner CDU-Chef schweigt zu “Polizeiknüppel”-Äußerung seines Parteikollegen
Die Aktion sorgte für Aufsehen: Als der AfD-Landtagsabgeordnete Hans-Joachim Tillschneider versuchte, an der Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an das antisemitische Attentat in Halle teilzunehmen, hielt ihn eine Menschenkette aus jüdischen Studenten auf. Wie nun der “Spiegel” berichtet, schrieb der CDU-Politiker Ulrich Vosgerau dazu auf X, es ließen sich “gute Gründe finden, warum es wirklich schade” sei, dass diese “nicht mit dem Polizeiknüppel durch die Straßen gejagt worden sind”. Der Beitrag ist inzwischen gelöscht. Vosgerau nannte auf Anfrage des Mediums seine Wortwahl “mehr als unglücklich”.
Berlins CDU-Chef Evers kritisiert unterdessen nahezu täglich die Berliner Linkspartei mit dem Verweis, diese sei “in Teilen antisemitisch”. Zum Ausfall seines Parteikollegen wollte Evers sich auf “Spiegel”-Anfrage jedoch nicht äußern. Der Landesverband teilte nur mit, die Äußerung sei “erschreckend”. Und stellte fest: “Wer so spricht, sieht seine politische Heimat ganz offensichtlich jenseits der CDU.”
13:22 Uhr
Lastenrad mit Kind an Bord in Tempo-30-Zone geblitzt
Dieser Schnappschuss dürfte nicht ins Familienalbum kommen: Ein Lastenradfahrer mit Kind an Bord ist in Schwäbisch Hall mit 44 Kilometern pro Stunde in einer Tempo-30-Zone geblitzt worden. Die Stadt im Nordosten Baden-Württembergs veröffentlichte das nächtliche Foto auf ihrem Facebook-Account – verbunden mit einem Appell, sich auch auf zwei Rädern ans Tempolimit zu halten. Besonders mit Kindern an Bord sei Vorsicht geboten.
Nicht nur für Autos gelte das Tempolimit, schreibt die Stadt und mahnt: “Es ist ein Trugschluss, zu glauben, dass Verstöße im Radverkehr nicht geahndet werden.” Sei der Fahrer bekannt oder könne ermittelt werden, werde es teuer. Hier allerdings liegt das Problem: Denn Post von der Stadt dürfte der Fahrer nicht bekommen. Der Mann ist nach Angaben der Stadt nicht bekannt, wie der SWR berichtet. Deshalb werde der Verstoß nicht weiter verfolgt.
12:46 Uhr
Berliner Linke verliert in Streit um Hagel-Äußerungen
Im Streit um Äußerungen von Baden-Württembergs Innenminister Manuel Hagel hat die Berliner Linke vorerst eine Niederlage erlitten. Das Verwaltungsgericht Stuttgart wies einen Unterlassungsantrag des Landesverbands der Linken zurück, wie das Gericht mitteilte. Die Partei wollte dem Land Baden-Württemberg im Eilverfahren untersagen lassen, zwei Aussagen Hagels über die Berliner Polizei und die Linke zu verbreiten.
Laut Gerichtsangaben hatte Hagel, der auch CDU-Landeschef in Baden-Württemberg ist, die Berliner Polizei in einem Bericht der “Bild”-Zeitung als “zu schade” für eine “linke Clan-Bürgermeisterin” bezeichnet, die ihr Mittel und Befugnisse nehmen wolle. Zudem soll er der Berliner Linken vorgeworfen haben, die innere Sicherheit zu ruinieren und bei der Polizei das Licht auszumachen. Wie das Gericht entschied, äußerte sich Hagel dabei als Parteipolitiker und nicht in seiner Funktion als Landesinnenminister. So habe er etwa nicht “die spezifische Autorität seines Amtes” in Anspruch genommen und für die Verbreitung der Äußerungen keine amtlichen Ressourcen verwendet.
12:17 Uhr
Sacharow-Preis geht an Internationalen Strafgerichtshof
Der Sacharow-Preis für Menschenrechte geht in diesem Jahr an den von US-Präsident Donald Trump sanktionierten Internationalen Strafgerichtshof (IStGH). Das Europäische Parlament würdige den Einsatz des Gerichtshofs für das Völkerrecht, sagte Parlamentspräsidentin Roberta Metsola in Straßburg. Verliehen wird der Preis am 16. Dezember.
“Die Europäische Union gründet sich auf der Achtung der multilateralen Ordnung und der internationalen Institutionen”, sagte Metsola. Die Sozialdemokraten im Parlament hatten den Gerichtshof für den Preis vorgeschlagen, um “ein starkes Signal der Unterstützung” gegen Trumps Sanktionen zu senden. “Wir stehen hinter dem IStGH und seinen Beamten und setzen uns für den Schutz seiner Arbeit ein”, erklärte Fraktionsvize Yannis Maniatis. Die EU müsse “alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen”, um den Gerichtshof zu verteidigen.
12:00 Uhr
Schlagzeilen zur Mittagspause
11:41 Uhr
US-Polizist erschießt Einjährigen – und wird nicht angeklagt
Diese jüngst veröffentlichten Aufnahmen zeigen einen brutalen Polizeieinsatz mit tödlichem Ausgang: Im US-Bundesstaat Mississippi erschoss ein Polizist im Juni einen einjährigen Jungen in einem Auto, nachdem die Fahrerin des Wagens nicht – wie von den Beamten gefordert – angehalten hatte. Der Fall befeuerte in den USA die Debatte über Polizeigewalt. Nun steht fest: Der Schütze muss sich nicht vor Gericht verantworten. Die Familie des Kindes will das nicht hinnehmen.
11:08 Uhr
Bericht: Hamas droht Israel mit Angriff wie am 7. Oktober
Die islamistische Terrororganisation Hamas soll Israel mit ungewöhnlich scharfen Worten vor einem weiteren Angriff wie dem vom 7. Oktober 2023 gewarnt haben. Die für Palästinenserangelegenheiten zuständige israelische Behörde Cogat bestätigte einen Bericht des Nachrichtenportals “ynet”, wonach die Drohung bei einem Treffen des UN-Nahostgesandten Ramiz Alakbarov mit einem Cogat-Vertreter am Mittwoch übermittelt worden sei. Alakbarov habe in der vergangenen Woche Gespräche mit führenden Hamas-Mitgliedern geführt. Die Darstellung lässt sich nicht unabhängig überprüfen.
Hintergrund der Drohung sei unter anderem das Vorgehen der israelischen Armee, die auch ein Jahr nach Verkündung einer Waffenruhe im Gaza-Krieg weiterhin mehr als die Hälfte des Gazastreifens besetzt hält und gezielt gegen mutmaßliche Hamas-Mitglieder vorgeht, berichtete das Portal. Ein weiterer Grund sei die Absage der ursprünglich für November angekündigten palästinensischen Wahlen. Die Hamas sei nicht bereit, diese Situation länger hinzunehmen, lautete die Botschaft nach Angaben von “ynet”. Israels politische Führung und Sicherheitsbehörden wurden demnach umgehend informiert.
10:36 Uhr
Aufsehenerregende Propaganda: Iran steckt “Trump” ins Gefängnis
Der Iran setzt sich gegen die USA nicht nur mit Waffen zur Wehr, sondern immer wieder auch mit prominent platzierten, wirkungsvoll inszenierten Bildern. Der jüngste Propaganda-Streich: Am belebten Tajrish Platz in Teheran sitzt neuerdings ein Schauspieler mit Trump-Maske im Gefängnis.
10:02 Uhr
Nicht “zumutbar”: Airbnb-Vermieter dürfen kein Geschirrspülen mehr einfordern
Gute Neuigkeiten für Airbnb-Gäste: Vermieter auf der Unterkünfte-Plattform dürfen von ihnen nicht mehr verlangen, dass sie zum Check-out das Geschirr abwaschen und die Betten abziehen. Laut einer neuen Richtlinie für Hausregeln lässt Airbnb nur noch Aufgaben zu, die als “zumutbar” erachtet werden. So darf man Gäste weiterhin bitten, schmutziges Geschirr ins Spülbecken zu stellen und benutzte Handtücher zusammenzusammeln. Nicht mehr verlangen kann man hingegen, dass Gäste den Müll außerhalb der Unterkunft entsorgen. Airbnb hält zugleich die Tür für einige Ausnahmen offen: “So kann es zum Beispiel zumutbar sein, in Gegenden, in denen es Bären gibt, Gäste zu bitten, ihren Müll in einem für Tiere unzugänglichen Behälter zu entsorgen.”
Airbnb-Nutzer zahlen in der Regel eine Reinigungsgebühr – und die Plattform will nicht, dass ihnen Dinge abverlangt werden, “um die sich eigentlich eine Reinigungskraft kümmern” sollte. Auch die Nutzung einer in der Beschreibung aufgeführten Ausstattung wie einer Klimaanlage zu verbieten, ist den Vermietern nicht mehr erlaubt. Die neuen Regeln treten am 20. November in Kraft. In Kommentaren auf der Airbnb-Website kritisierten viele Vermieter die Einschränkungen in den neuen Regeln.
09:17 Uhr
CDU-Abgeordneter will bei Siegmund-Wahl im Saal bleiben
Der CDU-Landtagsabgeordnete Guido Heuer will im Dezember nicht den Plenarsaal des Landtags von Sachsen-Anhalt verlassen, wenn sich AfD-Politiker Ulrich Siegmund als Ministerpräsident zur Wahl stellt. “Ich selber bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich den Saal nicht verlassen werde”, sagte Heuer dem rechtspopulistischen Nachrichtenportal “Nius”. Zu seinem Wahlverhalten wollte sich der frühere CDU-Fraktionschef nicht äußern: “Ich werde mich vor keiner geheimen Wahl und auch nach einer geheimen Wahl nicht dazu erklären.”
Damit stellt sich Heuer gegen die zuvor vereinbarte Linie der CDU-Fraktion unter dem Fraktionschef und geschäftsführenden Ministerpräsidenten Sven Schulze. Die Fraktion hatte sich vergangene Woche in einer Sitzung darauf verständigt, bei der Ministerpräsidentenwahl den Saal zu verlassen. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte Heuer aber offenkundig Zweifel: Fraktionschef Schulze hatte bei Bekanntgabe des Plans erklärt, dass sein Parteikollege Heuer als Einziger nicht zugestimmt habe und sich juristisch noch einmal beraten lassen wolle.
09:00 Uhr
Schlagzeilen am Morgen
08:45 Uhr
Frankreich als Vorbild? Schülerkonferenz begrüßt Protestaufruf für Deutschland
In Frankreich protestieren Schüler seit Ende September für eine bessere Ausstattung der Schulen, mehr Lehrkräfte und bessere Lernbedingungen. Die Proteste eskalierten, unterschiedliche Gruppen instrumentalisierten sie – ihren Höhepunkt erreichten die Ausschreitungen am vergangenen Samstag. Die Bundeskonferenz der Schülerinnen und Schüler unterstützt dennoch die für 31. Oktober in vielen deutschen Städten geplanten Proteste für bessere Bildung. Man bewerte die angekündigten Proteste “grundsätzlich positiv, soweit sie friedlich und demokratisch stattfinden”, sagte Isabelle Seltenreich, eine Sprecherin der Bundesschülerkonferenz, der “Rheinischen Post”. Schüler hätten das Recht und allen Grund, für bessere Bildung und bessere Bedingungen an ihren Schulen auf die Straße zu gehen.
Im Netz ruft eine Initiative zu Protesten auf, die sich “GenZ regelt” beziehungsweise “GenZ steht auf” nennt. Sie setzt sich unter anderem für mehr Klimaschutz ein, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und gegen die Wehrpflicht. Dabei lehnt sie Gewalt ausdrücklich ab. Wie kraftvoll die Mobilisierung letztlich ist und ob auch hierzulande radikale Gruppen für Ausschreitungen sorgen werden, lässt sich derzeit schwer einschätzen.
08:06 Uhr
“Großartig”: Trump bejubelt Prügel für Wahlkampf-Störer
Bei einem Wahlkampfauftritt von US-Präsident Donald Trump im Bundesstaat South Carolina ist es zu gewalttätigen Angriffen auf Störer im Publikum gekommen. “Der hat voll einen abbekommen”, sagte Trump, nachdem einer der Störer in der Menschenmenge zu Boden ging. Über ihm war auf Aufnahmen des Senders Fox News ein weiterer Zuschauer zu sehen, der mehrfach zum Schlag ausholte. “Das war großartig”, jubelte Trump. Danach fragte er anerkennend: “Wer ist der Typ, der diesen Schlag gelandet hat?” Bereits in den ersten Minuten hatten etliche Menschen die Veranstaltung mit Zwischenrufen gestört – ähnlich wie bei einem Auftritt am Vortag in North Carolina. In der Regel wurden sie binnen Sekunden von Beamten abgeführt. Fernsehaufnahmen zeigten auch einen zweiten Fall, in dem ein Zuschauer einen jungen Mann tätlich angriff, der bereits von Sicherheitskräften abgeführt wurde.
Trump warb in South Carolina für die Kandidatin Darline Graham, die für die Republikaner in den Senat einziehen soll. In knapp zwei Wochen finden in den USA die Zwischenwahlen statt, bei denen die Republikaner ihre dünne Mehrheit im Kongress verteidigen wollen.
07:27 Uhr
Elefant gerät außer Kontrolle und verwüstet Straßen
Schreckmoment bei einer Prozession im südindischen Shivamogga: Ein Elefant läuft beim Dasara-Fest durch die Straßen und beschädigt Gebäude und Fahrzeuge. Einsatzkräfte bringen das Tier unter Kontrolle. Verletzt wird niemand. Sechs goldene Armreifen verschwinden.
07:15 Uhr
Das wird heute wichtig
Guten Morgen,
nimmt der Staat wegen der besseren Wirtschaftslage mehr Steuern ein? Diese Frage beantworten heute die Steuerschätzer in Berlin. Die Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für den Bundeshaushalt 2027, der aktuell im Parlament beraten wird. Finanzminister Lars Klingbeil will sich um 15 Uhr zu den Ergebnissen der Prognose äußern.
Diese Themen stehen heute außerdem auf der Agenda:
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Bundeskanzler Friedrich Merz nimmt in Montenegro am sogenannten Berlin-Prozess teil. Mit den Westbalkan-Ländern soll über eine engere Zusammenarbeit und den EU-Beitrittsprozess gesprochen werden.
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Die Ministerpräsidenten kommen um 10 Uhr zu Beratungen im Bundesrat in Berlin zusammen. Eine öffentliche Tagesordnung gibt es nicht, es dürfte aber um bundespolitische Themen wie die Pflegereform oder die Senkung der Stromsteuer für Privathaushalte gehen.
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In Straßburg endet die Plenarsitzung des Europäischen Parlaments. Parlamentspräsidentin Roberta Metsola gibt bekannt, wer den Sacharow-Preis für geistige Freiheit erhält.
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Der kanadische Premierminister Mark Carney will bei einem Besuch in der Türkei die Handelsbeziehungen ausbauen und damit die Abhängigkeit seines Landes von den USA verringern.
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Vor dem Hintergrund einer steigenden Zahl assistierter Selbsttötungen in Deutschland stellen Medizinerinnen und Mediziner heute neue Handlungsempfehlungen vor. Nach jahrelangen Vorbereitungen soll es die erste interdisziplinäre Leitlinie zum Thema sein.
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Microsoft-Chef Satya Nadella und Microsoft-Deutschlandchefin Agnes Heftberger halten um 10 Uhr in Köln Grundsatzreden zum Thema Künstliche Intelligenz.
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Das Bundesverwaltungsgericht befasst sich ab 10.30 Uhr in Leipzig mit zwei Justizbeamten aus Nordrhein-Westfalen, die in Chats rassistische und rechtsextreme Inhalte verbreitet haben sollen.
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In Wien steht der Kabarettist Günther Paal alias Gunkl wegen mutmaßlichen Kindesmissbrauchs vor Gericht.
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Im New Yorker Stadtrat ist um 16.15 Uhr eine Abstimmung über ein Verbot von Pferdekutschen im Central Park geplant.
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In Hamburg wird um 11 Uhr die “Blume des Jahres 2027” bekanntgegeben.
Starten Sie gut in den Tag. Mein Name ist Nilofar Breuer und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an nilofarkathleen.breuer[at]ntv.de.
06:52 Uhr
J.K. Rowling erneuert ihre Kritik an Transaktivismus
Sechs Jahre nach ihrem umstrittenen Essay meldet sich J.K. Rowling erneut zu Wort. In einem neuen Aufsatz hat die kontroverse Autorin ihre Kritik am Transaktivismus erneuert und berichtet dabei von Morddrohungen gegen sie. “Es ist nun sechs Jahre her, seit ich meinen Essay geschrieben habe, in dem ich erklärte, warum ich mich dazu entschlossen habe, mich zum Thema Transaktivismus zu äußern, und welches Risiko dieser meiner Meinung nach für die Rechte der Frauen sowie für die Meinungs- und Glaubensfreiheit aller darstellt”, schreibt Rowling in der Einleitung. Ihre Überzeugungen hätten sich nicht verändert, die Umstände jedoch schon: “Die Lage hat sich zweifellos gewandelt, und mein eigenes Engagement in dieser Frage ist mittlerweile sowohl praktischer als auch theoretischer Natur, weshalb ich dachte, es sei an der Zeit für ein Update.”
Rowling äußert sich bereits seit Jahren kritisch dazu, wie Trans-Menschen mit ihrer Identität umgehen. Ihrer Ansicht nach bleiben Menschen, die als biologische Frauen oder Männer geboren wurden, ihr Leben lang Frauen beziehungsweise Männer. Viele Trans-Aktivisten werfen ihr daher seit geraumer Zeit Trans-Feindlichkeit vor. Auch die Hauptdarsteller der “Harry Potter”-Filme, Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint, haben sich von der Autorin distanziert.
06:27 Uhr
PHP-Schwachstelle: Experte ruft zur Abschaltung ungeschützter Webseiten auf
Ungeschützte Webseiten müssen im Kampf gegen die schwerwiegende PHP-Lücke nach Ansicht von IT-Sicherheitsexperten sofort abgeschaltet werden. Angesichts drohender automatisierter Angriffswellen fordert der Karlsruher IT-Sicherheitsexperte Christoph Fischer ein drastisches Durchgreifen der Betreiber. “Systeme, für die aktuell noch kein Sicherheitsupdate eingespielt werden konnte, dürfen unter keinen Umständen weiter am Netz bleiben”, sagte Fischer. “Jede ungeschützte PHP-Anwendung ist in diesem Moment eine offene Tür für Kriminelle.”
Am Mittwoch hatte unter anderem das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik vor der gravierenden Schwachstelle mit dem Namen “PHP-Shell” gewarnt. Bundesländer, Kommunen, Behörden, Krankenhäuser, Universitäten sowie andere öffentliche Einrichtungen, aber auch private Webseiten-Betreiber hatten daraufhin bereits ihren Internetauftritt vorsorglich vom Netz genommen. Angreifer können die Lücke nutzen, um aus der Ferne einen fremden Code auszuführen und Server vollständig zu übernehmen.
05:58 Uhr
SPD-Politikerin fordert Auswertung gehackter E-Mails für AfD-Verbotsverfahren
Die SPD-Bundestagsabgeordnete Carmen Wegge will die bei einem Hackerangriff auf die AfD erbeuteten internen E-Mails für ein mögliches Verbotsverfahren der Partei auswerten lassen. “Die bisher bekannten Inhalte der AfD-Leaks sind verachtenswert”, sagte die Sprecherin der parlamentarischen Linken der SPD der “Augsburger Allgemeine”. “Die AfD-Leaks müssen deshalb auch mit Blick auf ein mögliches Verbotsverfahren ausgewertet werden”, forderte sie. Die Juristin spricht sich schon länger für ein Verbotsverfahren aus. Aus ihrer Sicht könnten die geleakten E-Mails “wichtige zusätzliche Erkenntnisse liefern und das Gesamtbild ergänzen, das sich aus den bisherigen Belegen ergibt”.
Bei einem Hackerangriff auf einen Dienstleister der AfD sind nach Angaben der Partei Daten aus mehreren E-Mail-Postfächern abgegriffen worden. Wie die Bundespartei in Berlin erklärte, wurden zwar “nur wenige Mail-Postfächer” rechtswidrig kopiert. Dabei seien jedoch “große Datenmengen abgeflossen”. Die meisten der betroffenen Postfächer sind demnach seit Jahren nicht mehr genutzt worden. Aktuelle Postfächer des AfD-Bundesverbands seien nicht betroffen.
05:45 Uhr